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Silke Bürger: Mit 80 Jahren am Apothekentresen

Silke Bürger arbeitet mit 80 Jahren noch in ihrer Apotheke und zeigt damit, dass Lebensfreude und Engagement keine Altersgrenze kennen. Ihr Alltag ist geprägt von Kundenkontakt und leidenschaftlicher Hingabe.

Von Maria Hoffmann27. Juni 20263 Min Lesezeit
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Silke Bürger arbeitet mit 80 Jahren noch in ihrer Apotheke und zeigt damit, dass Lebensfreude und Engagement keine Altersgrenze kennen. Ihr Alltag ist geprägt von Kundenkontakt und leidenschaftlicher Hingabe.

In der kleinen Stadt, wo Silke Bürger seit Jahrzehnten ihre Apotheke führt, wird sie oft als das Herz der Gemeinde bezeichnet. Mit 80 Jahren am Apothekentresen zu stehen, ist für viele eine Vorstellung, die sie kaum begreifen können. Man könnte annehmen, dass der Ruhestand für jemand in ihrem Alter unausweichlich ist. Doch Silke hat sich anders entschieden, und Gespräche mit ihr und den Menschen in der Umgebung machen deutlich, warum.

"Die Arbeit macht mir einfach Spaß", sagt sie, ohne dabei die Mühe zu verschweigen, die das Aufstehen am Morgen mit sich bringt. Doch hinter dieser Aussage verbirgt sich mehr. Menschen, die mit ihr arbeiten oder sie kennen, beschreiben Silke als unermüdlich und engagiert. Während andere in ihrem Alter vielleicht bereits die Ruhe des Lebens genießen, steht sie in der Apotheke, berät Kunden und gibt Ratschläge, als wäre es ihr Lebenselixier.

Die täglichen Herausforderungen am Apothekentresen sind vielfältig. Von der Beratung über Medikamente bis hin zur Beantwortung der Fragen besorgter Eltern oder älterer Menschen, die auf die richtige Therapie hoffen, ist keine Schicht wie die andere. „Es gibt immer etwas zu tun“, sagt jemand, der mit Silke zusammenarbeitet. Ihre Fähigkeit, Geduld und Empathie zu zeigen, fasziniert viele. In einer Welt, die oft schnelllebig und hektisch erscheint, ist ihre ruhige Art erfrischend.

Einige könnten behaupten, dass Silkes Entscheidung, die Arbeit weiterhin fortzusetzen, eher wirtschaftliche Gründe hat. Doch weit gefehlt. Die Freude an der Interaktion mit Menschen und das Bedürfnis, einen positiven Einfluss auf deren Gesundheit zu haben, scheinen die Hauptmotive zu sein. "Ich mag es einfach, zu helfen", sagt sie. Das Wort „einfach“ mag hier etwas irreführend sein, denn die Komplexität der Menschen und ihrer Bedürfnisse erfordert weit mehr als nur einen simplen Wunsch, helfen zu wollen.

Die Apotheke selbst hat sich im Laufe der Jahre verändert. Während früher das Hauptaugenmerk auf der Abgabe von Medikamenten lag, sind es heute oft auch Gesundheitsberatung und Prävention, die an Bedeutung gewinnen. In diesem Kontext wird Silkes Erfahrung zu einem unschätzbaren Vorteil. Besonders im Umgang mit älteren Patienten, die oft unter mehreren Erkrankungen leiden, sind ihre Ratschläge und ihre Expertise gefragt. Sie kennt die Bewohner der Stadt und deren Geschichten. Diese Vertrautheit ist für viele eine große Erleichterung, und das ist genau der Punkt, an dem Silke glänzt.

Es gibt auch das soziale Element, das zu ihrem Berufsleben gehört. Die Apotheke ist nicht nur ein Ort, an dem Medikamente ausgegeben werden, sondern auch ein Treffpunkt für die Gemeinde. Silke beschreibt es mit einem Wort, das den Kern ihrer Motivation trifft: "Verbundenheit." Diese Art von Gemeinschaft, die sie über die Jahre aufgebaut hat, ist für sie und viele andere unverzichtbar geworden. In einer Zeit, in der soziale Isolation eine ernsthafte Herausforderung darstellt, ist die Präsenz einer Person, die stets ein offenes Ohr hat, unbezahlbar.

Natürlich bleibt in solchen Gesprächen nicht aus, dass das Thema des Alters zur Sprache kommt. Einige Stimmen aus der Gemeinde freuen sich für Silke, andere drücken Besorgnis über ihre Gesundheit aus. „Ich mache das, solange ich kann“, entgegnet sie diesen Befürchtungen mit einem Lächeln. Die unerschütterliche Lebensfreude, die sie ausstrahlt, könnte für einen anderen 80-Jährigen als anstrengend erscheinen, aber für sie ist es schlichtweg eine Möglichkeit, das Leben in vollen Zügen zu leben.

In einer Welt, in der viele Menschen in ihrem Alter den Rückzug antreten, zeigt Silke, dass es auch anders geht. Sie ist ein Beispiel dafür, dass Passion und Engagement nicht an ein Alter gebunden sind. Ihre Geschichte wird von den Menschen in der Gemeinde nicht nur geschätzt, sondern auch als Inspiration wahrgenommen. Am Ende des Tages könnte man sagen, dass Silke nicht nur Medikamente, sondern auch Hoffnung spendet. Die Apotheke ist nicht nur ein Geschäft, sondern ein Ort, an dem Lebensweisheiten und Erfahrungen ausgetauscht werden – und ihre Präsenz allein zeugt von der Kraft des Alterns in Würde.

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